2017-12-07 Eyevis

eyevis will begonnene Restrukturierung im Insolvenzverfahren abschließen


  • Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter
  • 120 Mitarbeiter bis einschließlich Februar über das Insolvenzgeld abgesichert
  • Positive Resonanz auf gezielte Suche nach einem Investor
  • Hohe Zins- und Tilgungslasten und hoher Vorfinanzierungsbedarf Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage

Reutlingen. Eyevis, ein Hersteller von Projektions- und Großbildtechnik, will seine begonnene Restrukturierung mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens abschließen. Einen entsprechenden Antrag stellte das Unternehmen mit Hauptsitz in Reutlingen am Montag beim Amtsgericht Tübingen. Das Amtsgericht bestellte Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter. „Alle Aufträge werden wie vereinbart bearbeitet“, betont Leichtle. Die rund 120 Mitarbeiter sind bis einschließlich Februar über das Insolvenzgeld abgesichert.

Schon deutlich vor dem Insolvenzantrag hatte eyevis zusammen mit Beratern ein Restrukturierungskonzept erarbeitet und damit begonnen, das Unternehmen neu aufzustellen. Dabei wurden bereits deutliche Erfolge erzielt. Zusätzlich wurde eine gezielte Suche nach potentiellen Investoren in die Wege geleitet. „Die Reaktionen auf diesen M&A-Prozess sind bislang sehr positiv“, berichtet der vorläufige Insolvenzverwalter Holger Leichtle. „Die Chancen stehen aus meiner Sicht gut, dass wir hier im Rahmen des Verfahrens eine passende Lösung finden. Ziel ist es, das Unternehmen neu aufzustellen und damit eine möglichst hohe Zahl an Arbeitsplätzen zu erhalten.“

Eyevis war aufgrund einer komplexen Finanzierungssituation mit hohen Zins- und Tilgungslasten sowie dem hohen Vorfinanzierungsbedarf des Projektgeschäfts in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Insolvenzverfahren umfasst die eyevis Gesellschaft für Projektions- und Großbildtechnik GmbH sowie die eyevis Holding GmbH. Die weiteren Gesellschaften der eyevis-Gruppe im bayerischen Odelzhausen, in Frankreich und in Spanien sind von den Insolvenzanträgen nicht betroffen.

Eyevis hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Großbildsystemen und -lösungen sowie IT-Infrastrukturen für die Signalverarbeitung spezialisiert. Im Bereich der Großbildsysteme zählt eyevis zu den führenden Innovatoren und Herstellern. Die Produkte von eyevis kommen insbesondere in Kontrollräumen und Leitwarten zum Einsatz, aber auch in den Bereichen Information und Präsentation, Broadcast sowie Simulation und virtuelle Umgebungen. Mit rund 120 Mitarbeitern erwirtschaftet die Unternehmensgruppe mehr als 30 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

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Über Schultze & Braun
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